Hambergers Brief vom 12. Februar 1700

In seinem Brief vom 12. Februar 1700 [in den Kalenderbriefen ab Seite 102]. teilte Hamberger mit, dass er versucht, weitere Kontakte für die Bemühungen zur Einrichtung des Collegium Artis Consultorum einbeziehen zu wollen. Dazu gehörte der Theologe Philipp Müller (1640-1713)in Magdeburg, der an der Universität Jena studierte und als Professor wirkte, bevor er 1680 als Probst des Klosters Unser lieben Frauen nach Magdeburg ging. Über Müller hoffte Hamberger, den einflussreichen brandenburgisch-preußischen Staatsminister Paul von Fuchs (1640-1704) für das Collegium zu gewinnen. Außerdem dachte Hamberger, Unterstützung bei dem Weigel-Schüler Johann Andreas Schmidt (1652-1726) zu finden, der Theologie-Professor in Helmstedt war und in engem Briefkontakt zu Leibniz stand. Leibniz ließ sich von Schmidt ausführlich über die Aktivitäten des Trios Hamberger, Meyer, Sturm zur Kalenderreform und zur Einrichtung des Collegium Artis Consultorum informieren. Allerdings war die Korrespondenz zwischen beiden sehr asymmetrisch und es ist denkbar, dass Schmidt lange keinerlei Kenntnis von Leibniz‘ Akademieplänen für Berlin hatte, obwohl diese in ihrer Realisierung bereits weit fortgeschritten waren.

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