Hambergers Brief vom 29. Dezember 1699

In diesem Brief diskutiert Hamberger unter Anderem mögliche Einnahmen aus dem erwarteten Kalenderprivileg. Er schreibt dazu:

„Fritsch in Leipzig hat von dem seinigen vor ganz Chur Sachsen priviligirten Calender 600000 exemplaria auflegen lassen. Wenn das Collegium Astronomicum noch solte zum Stand kommen u. selbigem von einem jeden exemplar nur 3d[Pfennig] bezahlt würden, betrüge es schon über 6000 thler[Taler], darauß zu schließen, daß von allen Calendern so in denen gesamten Evangel[ischen] Landen gedruckt ward, vor das Collegium wohl 40 biß 50000 thler[Taler] außfallen solten, wann kein Betrug bey vorgieng; welcher so viel weniger zu befahren wann auch in andern Chur u. Fürstl[ichen] Landen der Calenderverlag einer einzigen Person, oder, wo es noch nicht occupirt, gar dem Collegio gegeben würde.“

Ausgehend von einer Abgabe von drei Pfennigen pro Kalender bei einer Auflage von 600.000 Kalendern pro Land würden umgerechnet 6.250 Taler einbringen. Für acht evangelische Territorien wären das insgesamt 50.000 Taler als maximal erzielbarer Ertrag. Neben Hambergers Rechnungen findet sich als Randnotiz des Empfängers in Regensburg ein Vermerk, wonach diese Summe einem Betrag von 2.500 Gulden entspricht.

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