Der Philosoph, den sich Göttingen nicht leisten konnte


The German philosopher Christian Wolff (1679-1754) was born on 24 January 1679 in Breslau. He studied mathematics and physics at the University of Jena particularly under Georg Albrecht Hamberger. He taught as a professor at Halle in Prussia and in Marburg in Hesse-Kassel and was perhaps the most prominent student of Georg Albrecht Hamberger. The newly founded University of Göttingen in 1732/34 wanted to hire him as professor, but could not for salary and staff related reasons.


Am 24. Januar 1679 wurde im schlesischen Breslau (heute Wrocław) der Philosoph und Mathematiker Christian Wolff geboren. Nachdem er in seiner Geburtstadt die Schule besuchte, ging er 1699 zum Studium an die Universität Jena, Immatrikulation am 2. Oktober 1699 als Christianus Wolfius.

In seiner „eigenen Lebensbeschreibung“ (siehe Seite 120) schrieb Wolff

Nach Jena brachte mich insonderheit die Begierde die Mathesin und Physicam von dem H. Prof. Hambergern zu erlernen

Mit Christian Wolff wollte die 1732/34 neu errichtete Universität in Göttingen den „gefeiertsten Philosophen der Gründungszeit“ gewinnen, um ihn „auf den zunächst einzigen Lehrstuhl für Logik und Metaphysik zu berufen“. Dass dies nicht gelang, soll an Wolffs Ausstattungswünschen bzgl. Gehalt und Personal gelegen haben.

Von Christian Wolff wissen wir insbesondere, dass Georg Albrecht Hamberger in Jena über mindestens eine Dekade meteorologische Messungen vorgenommen und aufgezeichnet hat. An der Universität Halle wurde am 13. Juni 1709 unter dem Vorsitz von Christian Wolff eine Disputation abgehalten, in welcher Temperaturaufzeichnungen von Georg Albrecht Hamberger aus Jena, von Christian Wolff in Halle und des Weigel-Schülers Gottfried Teuber in Zeitz ausgewertet wurden.

Als einer der bedeutendsten Philosophen der Aufklärungszeit dürfte Christian Wolff der wohl prominenteste Schüler Georg Albrecht Hambergers gewesen sein.


Literatur

  • Klaus-Dieter Herbst: Die Schreibkalender im Kontext der Frühaufklärung. Acta Calendariographica Vol. 2, Jena 2010, insbes. Seite 227
  • Reinhold Jauernig, Günter Steiger: Die Matrikel der Universität Jena. Bd. 2 (1652-1723) Weimar 1961
  • Christian Wolff, Heinrich Wuttke: Christian Wolffs eigene Lebensbeschreibung. Leipzig 1841 GoogleBooks
  • Konrad Cramer, Günther Patzig: Die Philosophie in Göttingen 1734-1987. hier online und S. 86-91 in Hans-Günther Schlotter (Hrsg.): Die Geschichte der Verfassung und der Fachbereiche der Georg-August-Universität zu Göttingen. Göttingen 1994

Weblinks

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